Skip to main content

Namensrechtliche Erklärung

Der Name einer Person wird mit der Geburtsbeurkundung festgelegt. Namensrechtliche Erklärungen im Bereich des Personenstandswesens sind möglich:

a) bei Ehegatten:
- Ehenamenserklärung bei der Eheschließung oder zu einem späteren Zeitpunkt (unwiderruflich).
- Hinzufügung des Geburtsnamens oder des bei Eingehung der Ehe geführten Namens (Voranstellung oder
  Hinzufügung).
- Widerruf der Hinzufügung bei bestehender Ehe. Eine erneute Erklärung ist nicht mehr möglich.
- Wiederannahme des Geburtsnamens oder bei Eingehung der Ehe geführten Namens nach Auflösung (Tod
  oder Scheidung).
- Neubestimmung des Ehenamens nach Statutenwechsel.

b) für Kinder:
- Anschlusserklärung bei über 5 Jahre alten Kindern nach Eheschließung der Eltern und Bestimmung eines
  Ehenamens.
- Neubestimmung des Geburtsnamens nach Eheschließung der Eltern mit getrennter Namensführung.
- Neubestimmung des Geburtsnamens nach Begründung gemeinsamer Sorge bei nicht verheirateten Eltern.
- Namenserteilung zum Namen des Vaters bei nicht verheirateten Eltern.
- Namenserteilung durch die Mutter und deren Ehemann bei minderjährigen Kindern.

Weitere Möglichkeiten einer Namenserklärung ergeben sich aus § 94 des Bundesvertriebenengesetzes für Spätaussiedler. Durch die Änderung des Bundesvertriebenengesetzes ist das Inkrafttreten des § 47 EGBGB vorgezogen worden, das bedeutet, dass bei Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit oder durch Rechtswahl zum deutschen Namensrecht, Angleichungen der Namen vorgenommen werden können.

Die Voraussetzungen der o. a. Erklärungen sind beim Standesamt zu erfragen. Außerdem besteht die Möglichkeit einer behördlichen Namensänderung. Zuständig dafür ist der Landkreis Leer, Ordnungsamt, Friesenstr. 33-35, 26787 Leer, Telefon 0491/9260.