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Holtermoor

Tobiasbrücke heute
Foto von der Tobiasbrücke heute

Wissenswertes zum Ortsteil Holtermoor

Mit der Anlegung des Hauptfehnkanals um 1769 ist der Ortsteil Holtermoor als Moorrandsiedlung Holter Bauern entstanden. 

Über den zu der Zeit gegrabenen Hauptfehnkanal führte schon damals eine Brücke zum Rhauder Weg, der von Alters her Holtermoor und Holterfehn mit dem Kirchdorf Rhaude verband. 

Nach dem ersten Brückenwärter Tobias Toben erhielt die Brücke später den Namen "Tobiasbrücke".

Gemeinsam mit dem ab 1828 auf staatliche Initiative enstandenen Holterfehn bildete der Ort die politische Gemeinde Holtermoor. 

Die Schule Holtermoor wurde 1843 an der I. Südwieke (Schulwieke) erbaut und 1865 wegen der zahlreichen Colonistenkinder des Holterfehns, das den weitaus größten Teil der Schüler stellte, vergrößert.

Die Gemeinde Holtermoor, die 1821 nur ca. 131 Einwohner zählte, gewann durch die Anlegung Holterfehns ab 1828 viele Einwohner hinzu. 1848 wurden 588 Einwohner gezählt, 1871 schon 996. Mit 1.125 Einwohnern im Jahre 1885 hatte die Einwohnerzahl ihren Höchststand erreicht, um sich danach bei ca. 1.100 Einwohnern einzupendeln.

In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg erhielt die Bevölkerungszahl der Gemeinde Holtermoor durch die Aufnahme von ca. 200 Heimatvertriebenen kurzzeitig einen Aufschwung. In den 50er und 60er Jahren betrug die Einwohnerzahl der Gemeinde Holtermoor (einschließlich Holterfehn) wieder ca. 1.100 Personen.

Die im zweiten Weltkrieg schwer beschädigte alte Tobiasbrücke, die bis dahin in Höhe des Rhauder Weges den Hauptfehnkanal überspannte, wurde Anfang der 50er Jahre um einige hundert Meter nordwärts als Stahlkonstruktion in den Verlauf der neugebauten Kreisstraße K 47 (heute: Holterfehner Straße) eingebunden.

Die alte Schule Holtermoor

1965 wurde die alte Schule abgerissen und durch die neue Schule Holtermoor (damals Mittelpunktschule Holtermoor) ersetzt. Gegenüber der heutigen Grundschule wurde seinerzeit das Lehrschwimmbecken errichtet. Ganze Schülergenerationen, auch aus den Nachbarorten, haben seither in Kursen hier das Schwimmen erlernt.

Durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinde Holtermoor mit der Gemeinde Ostrhauderfehn im Jahre 1970 gab die Gemeinde Holtermoor ihre Eigenständigkeit auf und wird aufgrund des damals ausgehandelten Gebietsänderungsvertrages seither als Ortsteile Holtermoor und Holterfehn in der neuen Einheitsgemeinde Ostrhauderfehn geführt.

Literaturhinweise

  • Friesische Blätter im GA/ Siebe Ostendorp Verlag - 150 Jahre Holterfehn (1979)
  • Bruno Ewen/ Siebe Ostendorp Verlag - Ostrhauderfehn, wie es wurde, wie es war (1987)
  • Edo Meinen/ Selbstverlag - Holtermoor u. Holterfehn; Ein Dorf und seine Schulgeschichte (2003)