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Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept

Wie viele andere Gemeinden in Deutschland ist auch Ostrhauderfehn betroffen von demografischem und wirtschaftlichem Wandel. Um den damit verbundenen Auswirkungen, wie z. B. Änderung der Altersstruktur, Veränderungen am Arbeitsmarkt und die Anpassung der Wohnverhältnisse, frühzeitig entgegen zu wirken, hat sich die Gemeinde dazu entschlossen, ein integriertes Gemeindeentwicklungskonzept (iGEK) zu erstellen.

Die Aufgabe des Konzeptes besteht darin, einen Leitfaden zur Entwicklung der Gemeinde in den nächsten Jahren für den Zeithorizont bis 2030 zu erstellen. Dabei kommen den Themenfeldern Wohnen, Infrastruktur, Nahversor-gung, Wirtschaft, Erholung, Tourismus, Mobilität, Umwelt und Gemeindeleben eine besondere Rolle zu.

Das iGEK soll für Ostrhauderfehn ein Wegweiser für die Zukunft sein. Die CIMA Beratung + Management GmbH aus Hannover wurde von der Gemeinde Ostrhauder-fehn beauftragt, das Konzept zu erstellen. Im Mittelpunkt des Prozesses stehen in besonderem Maße die Kommunikation und Kooperation aller Interessens- und Akteursgruppen. Das betrifft Vereine, Verbände, Verwaltung, Politik und Bürger gleichermaßen. Ziel ist es, sich auf einen gemeinsamen Weg zu einigen und Aktivitäten zu bündeln.

Einwohnerbefragung

Der erste Schritt der Beteiligung ist die Einwohnerbefragung, die am 8. Februar startet. Jede Meinung ist willkommen und kann bis zum 8. März auf der für den Prozess eingerichteten Website https://www.zukunft-ostrhauderfehn.de/mitmachen/ kundgetan werden.

Die Ostrhauderfehner werden u. a. zur Zufriedenheit mit dem kulturellen Angebot, den Aufenthaltsräumen und den Parkmöglichkeiten in ihrer Gemeinde befragt. Auch die Wünsche und Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner zur Attraktivität der Gemeinde werden berücksichtigt. Zusätzlich verschickt die Gemeinde Ostrhauderfehn in den kommenden Tagen Einladungen an zufällig ausgewählte Einwohner und Einwohnerinnen aus allen Ortsteilen, um die Teilnahme an der Umfrage zu erhöhen. Inhalt der Einladungen ist ein Link zum Fragebogen, der online ausgefüllt werden kann. Alternativ kann der Fragebogen auch schriftlich ausgefüllt werden. Dazu muss mit der in der Einladung beiliegenden Antwortkarte ein Fragebogen in ausgedruckter Form angefordert werden.

Die Ergebnisse der Umfrage werden im Internet unter www.zukunft-ostrhauderfehn.de veröffentlicht und auch über die Presse bekannt gegeben. Noch bis Mai 2019 werden der Öffentlichkeit in der Analysephase des Prozesses umfängliche Beteiligungsmöglichkeiten angeboten, um eigene Meinungen und Anregungen in den Prozess einzubringen: Neben der Einwohnerbefragung werden die Ostrhauderfehner in einer Zukunftswerkstatt in den Prozess eingebunden, einem öffentlichen Workshop, in dem die Einwohnerinnen und Einwohner auf Stärken und Schwächen der Gemeinde eingehen sowie Handlungsmaßnahmen erarbeiten. Zusätzlich können relevante Akteure aus den Bereichen Tourismus, Verwaltung, Schule, Gesundheitswesen, Mobilität, Feuerwehr, Kirche, Gewerbetreibende, Freiberufler sowie Vereine bei den Einzel- oder Gruppengesprächen zu Wort kommen.

In der anschließenden zweiten Phase, der Konzeptionsphase, sollen gemeinsam klare Ziele für die künftige Entwicklung von Ostrhauderfehn definiert werden. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Ostrhauderfehn haben die Möglichkeit, gegen Ende des Prozesses den Entwurf des iGEK´s bei der abschließenden Einwohnerversammlung zu diskutieren.

Im Anschluss daran kann die Umsetzungsphase beginnen. In dieser dritten Phase gilt es, das erarbeitete Konzept gemeinsam mit allen Akteuren zu realisieren. Das heißt auch, das Konzept ständig an neue Gegebenheiten anzupassen und weiterzuentwickeln. Es handelt sich dabei um einen langen Prozess, der viel Geduld erfordert und nur erfolgreich ist, wenn sich alle daran engagieren!

Das integrierte Gemeindeentwicklungskonzept wird von dem Programm LEADER gefördert. LEADER ist ein Europäischer Landwirtschaftsfonds für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums, mit dem die Zusammenarbeit und die Initiierung, Organisation und Umsetzung von Projekten unterstützt wird.

Foto von Carina Meyer

Carina Meyer

Bauleitplanung und Liegenschaften

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